Covid-19: Auswirkung auf Luftfracht und temperaturkontrollierte Arzneimittel

Covid-19: Auswirkung auf Luftfracht und temperaturkontrollierte Arzneimittel

Covid-19 hat die Welt ins Chaos gestürzt. Nationale Regierungen haben angesichts der ständig steigenden Infektionszahlen den Ausnahmezustand ausgerufen und arbeiten unermüdlich daran, die Ausbreitung des
neuartigen SARS-CoV-2 Virus zu verlangsamen. Die Infrastruktur ist auf das Notwendigste reduziert, Bürger stehen unter einer Ausgangssperre und die meisten Regierungen haben nationale Grenzübergänge geschlossen und internationale Flüge eingestellt. Warentransporte sind von diesen Beschränkungen ausgeschlossen, zusätzliche Sicherheitskontrollen an den Grenzen und fehlende Mitarbeiter haben aber einen direkten Einfluss auf Frachtraten, Lieferzeiten und spezielle Produktgruppen wie temperaturkontrollierte Arzneimittel.

Luftfracht ist essentiell im Kampf gegen Covid-19

Die IATA schätzt, dass mehr als 185.000 Flüge seit Anfang Januar gestrichen wurden. Damit ist auch wertvolle Luftfrachtkapazität verloren gegangen, die für die Lieferungen von Arzneimitteln, medizinischer Ausrüstung und wichtiger Schutzkleidung vorgesehen, und damit essenziell für den Kampf gegen Covid-19, ist.[1]

Gegenwärtig versuchen Fluglinien, den täglichen Bedarf und die Frachtkapazitäten durch eine Mischung aus Charter-Maschine und Frachtmaschinen zu decken; in manchen Fällen wurde sogar die Kabine von Passagierflugzeugen mit Fracht gefüllt [2] Flugplänen werden täglich aufs Neue geschrieben und überraschen damit oft auch die eigenen Mitarbeiter, da Flugzeuge mit Fracht angefüllt werden müssen, die notwendigen Güter aber nicht immer zeitgemäß ankommen. Zusätzlich hat der Wechsel zu Heimarbeit in vielen Betrieben Nebenwirkungen, wie verlangsamte Reaktionszeiten und Kommunikationsprobleme, hervorgerufen.

Eine Herausforderung für temperaturkontrollierte Transporte

Das ist eine besondere Herausforderung für temperaturkontrollierte Transporte. Normalerweise wird jede Sendung aufgrund verschiedener Risikofaktoren evaluiert und Transportrouten und Verpackungen genau auf die Bedürfnisse des Produktes abgestimmt – ein Vorgehen, das kaum Platz für Abweichungen zulässt. Die gegenwärtige Situation verlangt aber nach einem anderen Zugang – Flexibilität und Anpassungsfähigkeit sind unabdingbar geworden.

Passive Verpackungen sind eine weitverbreitete Lösung, die einen zusätzlichen Schutz für Sendungen, die bei Raumtemperaturen verschickt werden, bieten kann. Zusätzlich erlaubt die Unabhängigkeit von Drittanbietern, wie zum Beispiel bei geleasten aktiven Verpackungen, mehr Möglichkeiten bei der Routenauswahl und eine flexiblere Vorgehensweise.

Eine unserer letzten Herausforderungen war eine Lieferung von 30 Paletten temperaturempfindlicher Arzneimittel, die von Deutschland in den Iran/Teheran versendet werden musste. Die Lieferung über den Landweg war aufgrund der Grenzschließungen kein Thema, Passagierflüge waren schon stark reduziert und Flugpläne änderten sich täglich. Es gab keinen Flug aus FRA und andere Flughäfen weigerten sich, Sendungen in den Iran zu verarbeiten. Nach stundenlangen Telefonaten wurden wir fündig: Einige nicht-eingetragenen Passagiermaschinen, die von Quatar Airways betrieben wurden, flogen von Österreich/VIE nach Quatar/DOH; von dort aus ging es mit einer Frachtmaschine weiter. Wir transportierten die 30 Paletten von FRA nach VIE, um sie mit unserer eigens entwickelten Thermalfolie Carr’IS zu verpacken. Dies erlaubte es uns, 8 EUR-Paletten auf einer einzelnen PMC zu verstauen und die Gesamtzahl der benötigten Ladepositionen von 6 auf 4 zu reduzieren – ein ungemeiner Vorteil angesichts knapper Ladekapazitäten in dieser Zeit.

Die Sendung kam schlussendlich erfolgreich in Teheran, ohne jegliche Temperaturabweichungen, an und resultierte in einer 50 % Kostenersparnis im Vergleich zu demselben Volumen in Containern.

Lernen Sie mehr über unsere Verpackungslösung Carr’IS oder treten Sie mit uns in Verbindung, um zu sehen, wie wir Ihnen mit internationalen Transporten von temperaturempfindlichen Arzneimitteln helfen können.


[1] https://economictimes.indiatimes.com/industry/transportation/airlines-/-aviation/virus-flight-shutdowns-have-hit-cargo-capacity-iata/articleshow/74666234.cms?from=mdr
[2] https://www.aircargonews.net/airlines/airlines-fill-passenger-seats-with-cargo-to-meet-demand/

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